Februar 2018
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IMES-Kurse Hannover

Aktuelle Kurse:

Mo 16-18 Uhr
Stadtbibliothek Mühlenberg
Mühlenberger Markt 1
30159 Hannover


Mi 10-12 Uhr

Arkadaş e.V.
Stiftstraße 13
30159 Hannover

Mi 14-17 Uhr
Jugend- und Stadtbibl. List
Lister Straße 11
30163 Hannover

(derzeit inaktiv)
Jugendzentrum Stöcken
Eichsfelder Straße 32
30419 Hannover

Do 10-12 Uhr
Freizeitheim Vahrenwald
Vahrenwalder Straße 92
30165 Hannover

derzeit inaktiv
Stadtteilzentrum KroKuS
Thie 6 (Kronsberg)
30639 Hannover

Fr 9-11 Uhr
Stadtbibliothek Linden
Lindener Markplatz
30449 Hannover

Sa 9-11 Uhr
Stadtbiblitohek Zentrale
Hildesheimer Straße 12
30169 Hannover

Interessierte Migranten und Migrantinnen sowie deutsche Teilnehmer, soweit noch Plätze verfügbar, sind zu den Terminen
auch ohne vorherige Anmeldung immer herzlich willkommen.
Die Kurse sind kostenlos.

Integration@Partizipation

WebSeite

In Niedersachsen gibt es bislang nur wenige lokale Einzelprojekte, die sich im Bereich
Medienkompetenz und Integration mit dem Schwerpunkt Internetnutzung von Zuwanderern
engagieren (z.B. Projekt IMES Hannover). Im Hinblick auf Integration und aktive
Staatsbürgerschaft, d.h. einer gesellschaftlichen und politischen Teilhabe von Menschen mit
Migrationshintergrund an demokratischen Prozessen, ist es notwendig, Zuwanderern
wesentlich stärker als bisher Medienkompetenz zu vermitteln und sie an den Entwicklungen
und Veränderungen im Bereich digitaler Medien zu beteiligen. Bei der Entwicklung
geeigneter Bildungsangebote ist die Berücksichtigung migranten-spezifischer Probleme von
besonderer Bedeutung. Allen voran ist hier das Thema Mehrsprachigkeit und Komplexität
von Sprache zu nennen. Ein beträchtlicher Teil von Menschen mit Migrationshintergrund hat
nur geringe sprachliche Kompetenz und deshalb erhebliche Schwierigkeiten, sich
selbstständig mit digitalen Medien und ihren Angeboten auseinanderzusetzen, bzw.
bestehende allgemeine Angebote zur Medienkompetenzvermittlung (VHS u.ä.)
wahrzunehmen. Es geht dabei nicht nur um den Transfer zwischen Deutsch und der
Muttersprache, sondern auch darum, dass die Sprache z.B. bei der interaktiven Nutzung des
Internets, auf virtuellen Plattformen u.ä. selbst für geübte Deutschsprecher mit einer Fülle
neuer Fachbegriffe durchsetzt ist. Ein großes Problem stellt die mangelnde technische
Kompetenz dar, die viele Menschen mit Migrationshintergrund daran hindert, von den
digitalen Angeboten Gebrauch zu machen. Das Problem liegt auch in der oft zu hohen
Komplexität, mit der der Nutzer von digitalen Angeboten und Dienstleistungen konfrontiert
ist. Schlussendlich fehlt der Zielgruppen auch die inhaltliche Medienkompetenz digitale
Informationen zu finden, zu bewerten und einzuordnen. Aus dem Grund müssen in dem
beantragten Projekt Lösungen entwickelt werden, die die nötigen Kompetenzen fördern, um
die Barrieren einer „vielschichtigen Komplexität“ zu bewältigen.
Das Projekt „Integration@Partizipation.NDS“ greift die angesprochenen Entwicklungen,
Veränderungen und Probleme auf und entwickelt, abgeleitet aus bereits vorhandenen
regionalen Praxiserfahrungen (Delmenhorst, Hannover, Hildesheim, Lehrte, Salzgitter),
gezielt ein landesweites Konzept in Niedersachsen. In Zusammenarbeit mit Institutionen
(städtische Einrichtungen, Bibliotheken, etc), mit Migrantenorganisationen, mit der
Ausländerbeauftragten des Landes und mit lokalen Akteuren im Land Niedersachsen werden
Bildungsangebote und –materialien entwickelt. Die Projektpraxis soll aus drei Säulen
bestehen:
1. Multiplikatorenausbildung
2. Entwicklung Kurscurriculum und Lernmaterialien (Medienkoffer)
3. Durchführung von Kursen für Menschen mit Migrationshintergrund

Durch die Umsetzung der drei Säulen werden Lösungen angestrebt, die die „digitale
Integration“ von Menschen mit Migrationshintergrund durch Vermittlung von
Medienkompetenz fördern. Es sollen Multiplikatoren geschult werden, die ihrerseits
Menschen mit Migrationshintergrund Medienkompetenz mit Schwerpunkt Internet vermitteln
und sie dazu befähigen, mit dem Internet selbstständig umzugehen und dessen Chancen für
sie persönlich und für aktive gesellschaftliche Teilhabe zu erkennen. Zur Unterstützung
werden zusätzlich Lernmaterialien in Form eines „Medienkoffers“ entwickelt. Dieser
unterstützt und begleitet Multiplikatoren bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Kursen,
genauso wie er den Kursteilnehmern als hilfreiches Lernmaterial dient.
Die Praxis, die sich aus den drei Projektsäulen ergibt, wird gezielt so entwickelt (in
Hannover), dass sie übertragbar ist und somit nicht jede Kommune in Niedersachsen eigene
Lösungen entwickeln muss. Das Projekt bündelt und überträgt die bereits bestehenden
Ressourcen und die vorhandene Expertise im Feld der digitalen Integration von Menschen
mit Migrationshintergrund im Land. Durch die Kooperation von Experten aus NGO’s,
Institutionen und wissenschaftlichen Einrichtungen entsteht ein modellhaftes Konzept, das
sich in verschiedenen Kommunen umsetzen lässt.