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Migranten in Deutschland: Gefangen im Medienghetto?

Migranten in Deutschland: Gefangen im Medienghetto?

Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun

Das griechische Fernsehprogramm auf dem Satellit ist in der multikulturellen Fachredaktion „SWR International“ des Südwestrundfunks in Stuttgart verschwunden. Der Kollege von der Technik, Gerd Schwager, ist verzweifelt: bei den fast 400 Programmen, die unverschlüsselt nach Deutschland einstrahlen, finden sich nicht so einfach die griechischen Sender wieder, zumal dauernd neue Programme auftauchen und alte verschwinden. Das fast unüberschaubare Angebot fremdsprachiger Sendungen, die über Satellit nach Deutschland einstrahlen, verstärkt offensichtlich das Bild von den Ausländern, die sich in Deutschland mit der Satellitenschüssel im Medienghetto abgekapselt haben. Dieses Klischee spiegelt aber nur einen Teil der Realität wieder, wie unabhängig von einander verschiedene Untersuchungen in letzter Zeit herausgefunden haben. So werden nach einer Befragung, die im Auftrag des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung vorgenommen wurde, von den rund 2 Millionen türkischen Migranten deutsche und türkische Medien gleichermaßen genutzt. Auch bei türkischen Kindern besteht eine vergleichsweise große Übereinstimmung bei der Freizeitgestaltung und Mediennutzung zu ihren deutschen Altersgenossen.

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“Associazione Polis- servizi di promozione sociale”

“Associazione Polis- servizi di promozione sociale”

C/da Bisaccia snc.

90047 Partinico (PA)

Tel.: 091 8781700

Fax: 091 8905986

e-mail: alfio_rubino@tin.it

Der Verein “ POLIS- servizi di promozione sociale” besteht aus Mitgliedern die langjaehrige Erfahrung im Bereich von E.U. Programmen gesammelt haben . Sein Ziel ist es, die soziale Entwicklung eines Gebietes foerdern, sowie die Integration benachteiligter Jugendlicher oder von Randstaendigkeit bedrohter Gruppen zu unterstuetzen.. Der Verein hat zur Zeit zehn aktive Mitglieder, die als Ehrenamtliche Mitarbeiter die Initiativen des Vereines durchfuehren; Gruendungsmitglieder des Vereines haben in E.U, Programmen wie POVERTY, HORIZON , LEADER und JUGEND mitgearbeitet. In den letzten Jahren hat POLIS eine intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Europaischen Partnern im Rahmen des E.U. Programms „Jugend fuer Europa“ begonnen, und in diesem Rahmen sowohl Jugendaustauschprojekte wie auch Studienreisen und Fortbildungsprojekte fuer Jugendarbeiter durchgefuehrt. Unser Verein hat auch in diesem Jahr einen trinationalen Behinderten- austausch durchgefuehrt und sich an zwei Jugendaustausch-programmen beteiligt, der vom „Internationalen Bildungs-und Begegnungswerk” Dortmund (IBB) initiiert wurde und an dem ca. 100 Jugendliche aus 10 verschiedenen europaeischen Laendern, (Titel „Fairplay in Europa“) teilnahmenund zwar in Frankufrt 2001 und Sarajevo 2002.

Die verschiedenen Initiativen haben zum Ziel, Werte wie Frieden und Solidaritaet unter den Jugendlichen zu staerken, gegen jede Art von Intoleranz, Rassismus, Gewalt und Ausgliederung zu kaempfen und Jugendliche zu befaehigen, sich gegenseitig ueber ihre Lebenssituation auszutauschen, um zu lernen, kulturelle Differenzen und Demokratie als unersetzbare Werte zu schaetzen und zu verteidigen.

Inbetriebname der Camera NVDS30

Camera NVDS30

Hier finden Sie ihr eine tolle Animation die die wichtigsten Funktionen der Camera zeigen. So kann man geleich loslegen.
Camera-Animation

IMES-Basistext: Neue Bildungsangebote und -methoden für die Integration von MigrantInnen in die Europäische Gesellschaft

Warum dieses Projekt?

In der Zukunft werden mehr als 20% der Bevölkerung in Europa aus den Ländern ausserhalb der EU kommen. Wenn wir unsere soziale Koexistenz und demokratische Partizipation behalten und ausbauen wollen, muss Europa einen verstärkten Integrationsprozess initiieren. Dazu brauchen wir aktive Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten für MigrantInnen in Europa. Ein sinnvoller Integrationsprozess hat zwei Akteurgruppen: die “alten” und die “neuen” BürgerInnen. Beide Gruppen brauchen die gleichen Mittel und das gleiche Wissen um den Prozess voranzutreiben. Es ist ein lebenslanger Lernprozess und NROs, als soziale und zivile Basis, haben eine Schlüsselrolle in diesem Prozess. Das Ziel dieses Projektes ist es MigrantInnen mit Hilfe von neuen und aktuellen Methoden zu integrieren und ihnen das notwendige “Werkzeug” für die aktive Beteiligung in der europäischen Gesellschaft zu vermitteln. Dazu werden soziokulturelle Kenntnisse benötigt, ebenso wie Kenntnisse in den Bereichen Politikmanagement und neue Medien.

Was sind die Ziele?

Das europäische Projektbasiert auf den Zielen der Erwachsenenbildung und des lebenslangen Lernens. “Der Weg ist das Ziel”, sagte Ghandi. Von Anfang an werden die TeilnehmerInnen des Projektes als aktive PartnerInnen betrachtet, die das Projekt inhaltlich beeinflussen und es so nach ihren Bedürfnissen ausrichten. Die Themenbereiche Sozio-kulturelle Kompetenz, Politikmanagement und Neue Medien werden so, den Anforderungen entsprechend bearbeitet. Themen und Methoden mit denen gearbeitet wird, werden zwischen allen TeilnehmerInnen in den Ländern per Internet und email ausgetauscht , entwickelt und getestet und werden so zu gemeinsamen europäischen Methoden. Wir hoffen, gemeinsame europäische Methoden und Standards zu entwickeln, die den MigratenInnen im Integrationsprozess nützen können und mittels der neuen Medien mit anderen europäischen NROs geteilt und eingesetzt werden können.

Wer kann teilnehmen?

In Spanien, Italien und Deutschland werden nationale Advisory Boards, Beratungsrunden mit ExpertInnenen und MultiplikatorInnen, die im Bereich der Migration arbeiten, einberufen. Die Beratungsrunden werden zur Hälfte mit MigrantInnen besetzt und sind unter Gender-Gesichtspunkten ausgeglichen. Diese nationalen ExpertInnen-Kreise werden ihre Ideen mittels Neuer Medien mit den Beratungsrunden in den anderen Ländern austauschen. Gemeinsam mit den LänderkoordinatorInnen werden Seminarbausteine für die Bereiche Politikmanagement, Soziokulturelle Kompetenz und Neue Medien erarbeitet. Die nationalen Beratungsrunden setzen sich aus jweils ca 15 Personen zusammen, die aus unterschiedlichen Organisationen stammen.

Welche Projektschritte hat das Projekt?

Während des 1. Jahres werden die nationalen Beratungsrunden die Informationslücken und die Bedürfnisse in den drei Themenbereichen zusammenstellen und Seminarbausteine zu ihrer Verbesserung erarbeiten. Dazu werden sie während des ersten Jahres ihre Ideen auf der nationalen und internationalen Ebene austauschen und durch ReferentInnen auch ihr eigenes Wissen verbessern. Während des zweiten Jahres werden die Seminarbausteine von den MultiplikatorInnen getestet. Nach der Testphase werden sie überarbeitet und verbessert. Während des 3. Jahres werden die Seminare auf breiterer Basis durchgeführt. Dazu wird mit MigrantInnen an der Verbesserung ihres Wissens gearbeitet, Datenbanken mit den notwendigen Informationen werden erstellt, sowie Internetseiten und andere Techniken, um die Informationen zu verbreitern.

Warum brauchen wir Sie im ExpertInnen-Kreis?

In der nationalen Beratungsrunde sollen ExpertInnen und SpezialistInnen mitarbeiten, die mit der Zielgruppe MigrantInnen vertraut sind und dem Projekt aus ihrer Erfahrung wichtige Hilfestellungen und Impulse geben können. Weil Sie diese Erfahrung mitbringen, haben wir Sie zur Mitarbeit eingeladen.

Die ExpertInnen können auch Positives für sich aus der Mitarbeit gewinnen. Sie werden neue Kontakte bekommen und alte ausbauen können, Teil eines Netzwerkes sein auf der nationalen und internationalen Ebene, Ideen austauschen und die tägliche Arbeit verbessern. Das Projekt hilft das persönliche Wissen zu verbessern, Sie werden neue Anregungen, Bildungsangebote für den eigenen Arbeitsbereich bekommen und die Ergebnisse und Seminarbausteine für die tägliche Arbeit nutzen können.

IMES-Basistext: Politik-Management

Vorschläge für den Bereich Politikmanagement

Der Ausdruck Politikmanagement hat viele Bedeutungen und Definitionen. Wir wollen in diesem Bereich nicht theoretisch arbeiten, sondern praktisch, mit dem Ziel sinnvolle Maßnahmen für die tägliche Arbeit der TeilnehmerInnen in diesem Bereich zu entwickeln. Oftmals nehmen sich NROs und soziale Organisationen nicht die Zeit, um über ihre institutionellen und organisatorischen Schwächen und ihre Außenwirkung nachzudenken. Doch leider liegt hier oft die Ursache für ihr Scheitern, bzw. ihre Schwierigkeiten. Unser Ziel ist es den Blick auf diese Schlüsselqualifikationen zu lenken: wir wollen das vorhandene Wissen austauschen, gemeinsam diskutieren und vergleichen, wie die Mitglieder der Beratungsrunde diese Bereiche bisher handhaben, gemeinsam Veränderungen erarbeiten und ein Evaluationssystem integrieren, um die Arbeit und Außenwirkung zu effektivieren. Dazu schlagen wir einen aktiven Beteiligungsprozess vor, orientiert an dieser Übersicht: während des ersten Jahres werden die Mitglieder der nationalen Beratungsrunde (in einem zweiten Schritt mittels des Internets mit den Beratungsrunden in den anderen Ländern), eine Liste erstellen mit den Themen, die genauer betrachtet werden und bearbeitet werden sollen. Auf dieser Liste sollten generelle und NRO spezifische Aspekte stehen, die zu einer Verbesserung ihrer Zielorientierung, ihrer Aktivitäten und ihrer zukünftigen Arbeit führen, mit dem Ziel ihre Effektivität in der Gesellschaft zu verbessern.

Anmerkung: Als eine erste Idee könnten dazu Themen gehören wie die folgenden:

a) strukturelle Aspekte (Verhältnis Hauptamtliche – Ehrenamtliche, politische und leitende Ausrichtung: wie verändern – wie gestalten, Aufgabenteilung, Entscheidungsfindungen, Erneuerungen gestalten, Fragen der Mitgliedschaft und Zielgruppendefinition, Fragen der Finanzierung etc.)

b) externe Beziehungen (zu anderen NROs, Institutionen, Politische Parteien, Presse, etc.)

c) institutionelle Beziehungen (Einbeziehung in einen gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang, lokale Organisationen im nationalen Kontext, Europäische Ausrichtungen, etc.)

Jedes Mitglied des ExpertInnen-Kreis kann hier eigene Erfahrungen einbringen und hat zugleich die Chance, sich dort ein Feedback von den KollegInnen einzuholen. Ziel ist es, positive und negative Aspekte einer Organisation herauszuarbeiten und gemeinsame Punkte festzulegen, die für die Arbeit mit MigrantInnen wichtig sind, bzw. die MigrantInnen wissen müssen, wenn sie Teil einer Organisation werden oder diese selber gründen wollen. Aus der generellen Liste sollten dann diejenigen herausgefiltert werden, an denen es sinnvoll scheint, gemeinsam weiterzuarbeiten und sie als Seminarbausteine für MigrantInnen aufzuarbeiten.

Die Vorschläge und die Evaluierungsmethoden werden auf der europäischen Ebene abgestimmt und erstellt. Im weiteren werden in den Seminaren die Ergebnisse ausgetauscht und MigrantInnen haben die Möglichkeit aus dem offenen Umgang und der deutlichen Darstellung der positiven und negativen Aspekte für die Organisation ihrer Organisationen zu lernen, bzw. sich an bereits vorhandenen Organisationen zu beteiligen. Am Ende der Einheit zu Politikmanagement wird es dann möglich sein ein Kompendium zu erstellen (eine Art Handbuch) über den Wissensaustausch zu den Themen und die unterschiedliche Art und Weise damit problemlösend umzugehen. Außerdem wird es genauere Informationen geben und eine Methode, wie Veränderungen angegangen werden können.

IMES-Basistext: Sozio-kulturelle Kompetenz

Vorschläge für den Bereich Soziokulturelle Kompetenz

Welche Kenntnisse und Methoden in den Organisationen sind notwendig um:
- von MigrantInnen akzeptiert zu werden, damit sie Teil unserer Organisationen werden
- um Projekte zu initiieren, die zu einer stärkeren Integration der MigrantInnen in die europ. Gesellschaft führen
- ein Projekt gemeinsam mit verschiedenen Kulturen zu entwickeln und zum Erfolg zu bringen.

Die notwendigen Kenntnisse können wir in zwei Gruppen aufteilen.

Individuelle Fähigkeiten und Fähigkeiten im Umgang mit Gruppen, die zu einer gut funktionierenden Organisation im interkulturellen Kontext führen:

- Techniken um in Gruppen zu arbeiten: geleitete Diskussionen, Falldiskussionen, Rollenspiele, Simultane Dialoge, Stellvertreterdiskussionen, Brainstorming, feedback, Kommissionsbildung, Panels, Beratungsrunden, Runde Tische, Plenum, Foren…
- Dazu ist das Wissen von einigen Techniken sinnvoll, die die Arbeit erleichtern:
Herausarbeiten von klaren Konzepten und gemeinsamen Themen, die Teilnahme von allen Mitgliedern einer Gruppe, Kommunikationsregeln für den Umgang miteinander, konsensuale Entscheidungsfindung, Aufgreifen von äußeren und inneren Veränderungen.

Diese Aspekte sind interessant für alle Bereiche in denen mit Gruppen gearbeitet wird, in denen die demokratische Beteiligung als wichtig erachtet wird. Über diese Techniken gibt es bereits zahlreiche Literatur, und die Menschen, die damit in ihrer täglichen Arbeit arbeiten haben bereits ihre eigenen Strategien und Herangehensweisen entwickelt.

In den Beratungsrunden soll deshalb über diese Punkte ein gemeinsamer Austausch stattfinden, um gemeinsam zu analysieren:
- Welche Schwierigkeiten ergeben sich in der spezifischen Arbeit mit MigrantInnen, wenn wir die Methoden einsetzen?
- Wie müssen die Techniken angepasst werden, damit wir effektiver mit MigrantInnen arbeiten können?

Soziokulturelle Kompetenzen, die dazu führen, dass wir in unsere Projekte die Bedürfnisse der Migranten einbauen können:

Dazu müssen wir Interventionsstrategien und einen Umgang miteinander entwickeln, der die folgenden Fragen mit einbezieht:
- Wie gelangen wir in Kontakt mit Personen, MigrantInnen die bislang in keiner Organisation Mitglied sind?
- Was darf nicht passieren?
- Was muss ich vorher wissen, wenn ich mit den Menschen arbeite: (kulturelle und soziale Aspekte, bezogen auf des Individuum und die Gruppe)?
- Was kann ich in meinem Projekt anbieten, was diese Menschen interessieren kann?
- Wenn ich die Menschen an einem gemeinsamen Projekt beteiligen will: Wie mache ich aus „meinem“ Projekt „unser“ Projekt?

Um ein Projekt real und nützlich zu gestalten, brauche ich: – Mechanismen, um die Veränderungen in unserem Umfeld wahrzunehmen
- Welche Elemente können wir nicht beobachten, analysieren und wissentlich in unsere Aktivitäten einbauen?

Mit diesen zwei generellen Bereichen können wir arbeiten und Methoden entwickeln, die dazu führen, dass sich MigrantInnen aktiv an der Integration in die Europäische Gesellschaft beteiligen.

IMES-Basistext: Neue Medien

Bedeutung und Nutzen von ‚Neuen Medien’ im Projekt IMES

Ziel des Projektes ist es, neue Bildungs-Methoden zu entwickeln und zu testen, die die Fähigkeiten und das Wissen von MigrantInnen und NGO’s, die in diesem Bereich arbeiten, verbessern. Im rahmen des projektes sollen auch Methoden für den aktiveren Umgang mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) entwickelt werden.

Warum sollen MigrantInnen ‘Neue Medien’ (ICT) kennenlernen?

1. ICT wird genutzt als Kommunikationsmittel innerhalb des Projektes. Über das Internet wird der Austausch mit den Partnerorganisationen in den anderen Ländern, sowie mit anderen beteiligten Organisationen stattfinden. Diese neuen Kommunikationswege sind auch generell wichtig für die Integration von MigrantInnen in der europäischen Gesellschaft, weil diese Kanäle immer mehr im alltäglichen Leben Einzug halten. Im projekt wird das praktisch vorgelebt, die Arbeitsergebnisse werden über das Internet publiziert, Newsletter und Videokonferenzen sollen den Austausch ergänzen. Wir hoffen auf europäischer Ebene Methoden zu entwickeln, die das Wissen und die Kraft der MigrantInnen zur selbst-ständigen Integration stärken. Diese Ergebnisse sollen in einem internationalen Netzwerk verbreitet werden, damit viele Menschen und Organisationen erreicht werden können.

2. In unserer High-tech Gesellschaft wird man inzwischen schon tendenziell ausgeschlossen, wenn man sich den neuen Technologien, wie Handy, Internet, E-mail u.ä. verschließt. D.h. dass das Wissen über diese Technologien Integration erleichtern kann. MigrantInnen und deren Organisationen sollten deshalb ein Grundwissen im Umgang mit diesen Technologien bekommen. Aber dieses Grundwissen ist nicht nur immer mehr Notwendigkeit, sondern auch eine Chance Kontakte innerhalb und außerhalb Europas zu knüpfen.

3. Die Hauptaktivitäten werden Seminare sein, in denen die Teilnehmer formulieren, welche Teile der ICT sie brauchen könenn und in denen sie dann geschult werden. Die Themen und Methoden entstehen im Austausch zwischen den Partnerorganisationen, mit dem Ziel neue gemeinsame Verständigungswege im zusammenwchsenden, interkulturellen Europa zu finden.

4. Der aktiveGebrauch von ICT wird eine wichtige Basis des gesamten projektes sein. Unser Ziel ist es, sich die neuen Medien und Technologien für die soziale, interkulturelle und politische Arbeit anzueignen und MigrantInnen in die Lage zu versetzen, sie selbstständig für ihre Bedürfnisse zu nutzen.

Welche Möglichkeiten bieten ‘Neue Medien’ in unserem Arbeitsbereich?

1. Internet
Das world-wide-web ist heute eine wichtige Informationsquelle, ein Mittel der Kontaktaufnahme und –pflege, ein Weg Informationen zu publizieren und immer mehr auch Diskussionsforum und Meinungsaustauschbörse, besonders über große Entfernungen. Wir wollen sehen wie wir MigrantInnen motivieren können, diese Möglichkeiten für sich zu erkennen und zu nutzen. Welche Barrieren bei Hard- und Software müssen dazu abgebaut werden? Was ist für die Zielgruppe im ICT-Bereich wirklich sinnvoll ? Wie müssen Webseiten aussehen, die MigrantInnen verstehen können und nutzen wollen? Um darauf gute Antworten geben zu können wird der ExpertInnen-Kreis zunächst selbst einen Überblick bekommen, was ICT und das world-wide-web leisten können. Es sollen anhand von Vorschlägen sinnvolle ICT-Werkzeuge (Tools) identifiziert werden, sowohl für die Zielgruppe MigrantInnen und deren NGOs, als auch für die Arbeit innerhalb des Projektes IMES. Aus diesen Vorschlägen werden dann mit professioneller Hilfe tatsächliche Website-Angebote konstruiert – mit denen unter realen Bedingungen getestet werden kann, ob sie auch von MigrantInnen als hilfreich angenommen werden, bzw. wie weitere Verbesserungen aussehen könnten.

2. Das Medium Fernsehen (TV)
TV ist das führende Massenmedium in der europäischen Gesellschaft. Aber es gibt große Unterschiede im Nutzungsverhalten zwischen Einheimischen und Einwanderern. MigrantInnen sehen via Satellit oft fast nur Programme ihrer Herkunftsländer. Die Konsequenz ist mangelndes Wissen über ihr aktuelles Wohnland, nur langsame Aneignung der Sprache und ein Verharren in der Heimat-Kultur. Die Ursachen für diese teilweise Einseitigkeit im Fernsehkonsum ist auch ein kaum vorhandenes eingehen der nationalen Sender in ganz Europa auf die Einwanderer. Multikulturelle Programmangebote, die zugeschnitten auf die Informationsbedürfnisse der MigrantInnen, auch über das Aufnahmeland berichten, sind nur selten zu finden.
Wir werden überprüfen, ob diese Beschreibung den Realitäten entspricht, was ggf. die genauen Ursachen für diese TV-‘Apartheid’ sind und wie die Situation verbessert werden könnte.

3. Video-Pädagogik
Ein Weg mit dem Massenmedium Fernsehen anders umzugehen, ist der aktive Umgang mit TV. Die Video-Technologie bietet dazu inzwischen hervorragende Möglichkeiten. Video könnte ein wichtiger Zugang für MigrantInnen sein, ihre Meinungen und Wünsche auszudrücken. Video ist relativ leicht erlernbar. Durch die vielfach existierenden Bürgermedien gibt es gute Chancen, die Produkte auch an die Öffentlichkeit zu bringen und durch die wachsenden Möglichkeiten des Internets können auch dort Videofilme eingesetzt werden. Um die Möglichkeiten richtig einschätzen zu können, wird der ExpertInnen-Kreis einen kurzen Überblick über Videoproduktion bekommen, d.h wie filme, schneide und veröffentliche ich eine nicht-kommerzielle Videoproduktion.

Konkretes Ziel dieses Teils von IMES ist der aktive Umgang mit Neuen Medien und Technologien als Beitrag zur Integration und für die politische, interkulturelle Arbeit. Die Beispiele für den Einsatz sind vielfältig, die sinnvollsten sollen durch Bildungsangebote gezielte Verbreitung finden. Und die Mischung von Theorie und Praxis bei deren Durchdringung und Entwicklung wird hoffentlich wird hoffentlich sowohl Spaß machen als auch lehr- und erfolgreich sein.